Technologien machen unser Leben einfacher und erlebnisreicher. Wohl gerade deshalb sind sie in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen nicht mehr wegzudenken. „Belege einer zunehmenden und erfolgreichen Technisierung gibt es zahlreiche – beispielsweise Assistenzsysteme im Auto. Sie integrieren mittlerweile in fast allen neuen Wagen intelligente Verfahren, um die Fortbewegung sicherer und komfortabler zu gestalten. Ähnliches gilt für Handys, deren Funktionen immer mehr Einzelgeräte abdecken – vom Navigationssystem bis hin zur Digitalkamera“, untermauert Christian Sieger den Trend, der sich mit dem Programm Ambiance Tuning Technique nun auch auf das Bad auswirkt.
„ATT lässt sich als klassische Armatur oder für Dusch-Szenarien verwenden“, betont Michael Sieger. Zum Elektronikkonzept gehören mehrere Auslaufstellen, die einzeln oder gesammelt angesteuert werden. Wie in einem Orchester „spielen“ die Teilkräfte im vordefinierten oder frei wählbaren Wechsel. Dabei lassen sich Wasserstrahlarten und deren Zusammenspiel je nach Menge, Stärke und Temperatur individuell dirigieren oder automatisch über drei vorprogrammierte Choreografien nutzen. Die Szenarien Balancing, Energizing und De-Stressing wurden als voreingestellte Kompositionen entwickelt. Drei zentrale Komponenten – das Bedienpanel eTool, das Ventil eValve und der eSwitch zur Stromversorgung und Kommunikation – interagieren miteinander und managen das gesamte Ensemble. In der offenen Systemarchitektur wird die Armatur selbst zu einem Interface, das heißt zu einer Schnittstelle, die Wassernutzungsoptionen erweitert. Ein Indikator dafür, dass ATT längst nicht nur etwas für „Technik-Freaks“ ist. „Elektronik im Bad hat nur dann eine Berechtigung, wenn eine zunehmende Komplexität an Funktionen und Anwendungen reduziert wird. Bei Ambiance Tuning Technique werden viele manuelle Handgriffe durch eine einfache wie intuitive Steuerung ersetzt, gleichzeitig aber auch mehr Möglichkeiten in der Wassernutzung erzielt“, erläutert Benedikt Sauerland, Mitglied der Geschäftsführung von sieger design.
Der praktische wie emotionale Mehrwert der Armatur ist hoch. Die individuellen Badrituale und -erlebnisse berühren die menschliche Psyche, können gesundheitsfördernd wirken und bereichern in jedem Fall die Lebensqualität. In der Entwicklung stand neben diesen Faktoren auch die komfortable Bedienung durch eine ergonomische Gestaltung im Vordergrund. Hierbei beschäftigte sich die Agentur mit unterschiedlichen Fragen: Welche Bedienelemente sind notwendig? Welche lassen sich reduzieren? Welche Displaysteuerungen sind grundsätzlich denkbar? Es galt, auch die widrigen Rahmenbedingungen in der Dusche wie schlechte Sicht und seifige Finger einzubeziehen. Diese Parameter zu berücksichtigen, auf eine angenehme Haptik zu achten, ohne auf Ästhetik zu verzichten, waren neben der technologischen Umsetzung zentrale Herausforderungen für die Kooperationspartner. Ein Regler, wie man ihn von Stereoanlagen kennt, und eine Beleuchtung als nützliche wie sinnliche Komponente, garantieren eine leichte Handhabung. Die Lichtaura in den zwei Farben zeigt dem Anwender, ob er gerade Menge oder Temperatur regelt. Ganzheitlich wird so eine optimale taktile Steuerung und visuelle Wahrnehmung garantiert.
Das Design ist minimalistisch, da sich die technologischen Komponenten hinter der Wand verbergen. Ein harmonisches Gesamtbild entsteht durch das Layout bzw. die Anordnung der einzelnen sichtbaren Elemente. Der modulare Aufbau und das klare Basismaß im 60 x 60 mm Raster sind bereits bekannt und liegen auch den Balance Modules zugrunde. ATT führt die Elektronikkonzepte der eMote und des RainSky E weiter, die seit 2001 und 2004 zur wegweisenden Produktwelt des Unternehmens Dornbracht gehören.
Auf der ISH stellt Dornbracht in Halle 4.1, Stand G54, aus.
Image copyright by Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG (Photographers Thomas Popinger and Wolfram Buck, Meiré & Meiré), sketch sieger design

